Kein Termin. Kein Videocall. Kein Zusammenreißen.
Du schreibst mir in ein paar Sätzen, was dich festhält, und lebst deinen ganz normalen Tag weiter. Ich arbeite in meinem Fenster — und du merkst es zuerst in der Nacht darauf, an deinen Träumen. Danach bekommst du schriftlich, was ich gesehen und gelöst habe.

Vier Arbeiten im Monat · zwei Fenster im abnehmenden Mond · wenn sie voll sind, sind sie voll

Um dich herum liegt ein Feld — die Schichten deiner Aura, deine Chakren, alles, was du an Erfahrung, Prägung und Übernommenem mit dir trägst. In diesem Feld setzt sich fest, was nie zu Ende gehen durfte: der Satz, den dir jemand mit zwölf gesagt hat. Die Rolle, die du in deiner Familie übernommen hast, ohne dass jemals darüber gesprochen wurde. Die Erschöpfung von Frauen vor dir, die genauso funktioniert haben wie du.
Ich gehe hinein, ich schaue mir an, was da ist, und ich nehme heraus, was nicht zu dir gehört. Danach bekommst du schriftlich, was ich gesehen habe — die Bilder, den Ursprung, das Gelöste. Und die eine Sache, die ich bewusst stehen lasse, weil sie dir gehört und dein Weg ist.
Ich arbeite ausschließlich im abnehmenden Mond. Draußen zieht sich in dieser Phase alles zurück, das Wasser sinkt, die Kraft geht in die Wurzel. Es ist die Zeit zum Wegnehmen. Deshalb kannst du bei mir nicht irgendwann buchen, sondern nur in eines von zwei Fenstern im Monat.

Sie ist der eigentliche Kern. Nach einer Sitzung verblasst das Gesprochene innerhalb weniger Tage. Was du liest, kannst du in drei Monaten noch einmal aufschlagen — und dann verstehst du Sätze, die beim ersten Lesen nur nebenherliefen.
Der erste Eindruck deines Feldes: Farben, Dichte, wo es weit war und wo eng.
Die Bilder und Szenen, so wie sie kamen — ungeglättet und ohne Deutung obendrauf.
Woher es kommt: der Zeitpunkt in deinem Leben, die Linie deiner Ahninnen, die frühere Ebene.
Konkret benannt, damit du weißt, woran du in den Wochen danach etwas merkst.
Es gibt fast immer ein Stück, das dir gehört. Das nehme ich dir nicht weg. Ich zeige es dir und sage dir, warum es dein Weg ist.
Eine Übung, ein ätherisches Öl, wenn es passt ein kleines Ritual. Eines, nicht zehn.
Müdigkeit, lebhafte Träume, Gefühle, die hochkommen. Damit du dich nicht erschreckst, wenn sich etwas bewegt.

Ein paar Wochen später. Du kommst in die Arbeit, und da liegt wieder alles: der Stapel, der über Nacht gewachsen ist, drei Mails, die eine Antwort wollen, und jemand, der schon an deinem Schreibtisch steht, bevor du deine Jacke ausgezogen hast.
Früher wäre in diesem Moment die Enge gekommen. Dieses Zusammenziehen im Bauch, die Rechnung im Kopf, wie du das alles schaffen sollst, und darunter der alte Satz, dass du es besser nicht vermasselst.
Und jetzt sitzt du da, schaust auf den Stapel, und du denkst schlicht: Wird schon werden. Nicht trotzig, nicht tapfer. Du meinst es tatsächlich so. Du fängst oben an, du machst der Reihe nach weiter, und um halb zwölf sagst du zu der Kollegin, dass es heute nicht geht. Sie nickt und geht wieder. Abends fällt es dir nicht einmal mehr ein.
Der Stress ist nicht weg — der Berg steht noch. Aber er kippt dich nicht mehr um. Und irgendwann sagt dir jemand, du wirkst in letzter Zeit so ruhig, und du weißt gar nicht recht, was du darauf antworten sollst.
Das ist keine Heilung und kein Versprechen für morgen. Es ist die Richtung, in die diese Arbeit dich schiebt.

Ich war zehn Jahre Lehrerin und Beamtin, und ich habe genau das gemacht, was du gerade machst: funktioniert. Ich habe zusammengehalten, was zusammenzuhalten war, und ich habe es so lange getan, bis mein Körper die Entscheidung für mich getroffen hat — Migräne zweimal die Woche, chronische Entzündungen, eine Erschöpfung, aus der kein Wochenende mehr herausgeführt hat.
Ich kenne das Gefühl, entwurzelt zu sein, von innen. Mein Vater starb, als ich fünfzehn war, und die Familie, die danach hätte da sein können, wandte sich ab. Ich habe zwanzig Jahre lang keinen Halt von außen bekommen und irgendwann verstanden, dass ich ihn mir selbst bauen muss.
Seitdem arbeite ich mit dem, was mich damals durchgetragen hat: Aurachirurgie und energetische Heilarbeit, Schattenarbeit, Ahnenarbeit, nordischer Schamanismus und die Rituale des Jahreskreises. Dazu bin ich in der Heilpraktikerschule mit Schwerpunkt Homöopathie, weil ich das Feine und das Handfeste zusammenbringen will.
Für mich ist die Fernarbeit die klarere Form, und ich arbeite seit Jahren so. Was ich dir ehrlich sage: Der Unterschied liegt nicht darin, ob ich dich sehe, sondern darin, ob du zustimmst. Deshalb steht deine ausdrückliche Erlaubnis am Anfang. Ohne sie gehe ich in kein Feld.
Die meisten Frauen berichten in den ersten Tagen von Müdigkeit und sehr lebendigen Träumen. Danach kommt oft ein Punkt, an dem eine Situation, die sonst zuverlässig die alte Enge ausgelöst hätte, einfach vorbeigeht. Deine Niederschrift benennt vorher, worauf du achten kannst — und nach zwei Wochen frage ich nach, damit du das nicht allein einordnen musst.
Dann schreib mir das, was du hast. Ein Satz wie „ich bin ständig müde und weiß nicht, warum" reicht völlig. Du musst dein Thema nicht vorher sortiert haben — das Sortieren ist ein Teil meiner Arbeit.
Beim Reading zeige ich dir dein ganzes Feld: Chakren, Auraschichten, vergangene Leben, das, was auf dich zukommt. Wir sehen neunzig Minuten lang gemeinsam hin, du bekommst die Aufnahme und ein ausführliches PDF, und es kostet 222 €. Die Feldarbeit ist schmaler geschnitten: ein Thema, dafür in die Tiefe, und ich greife ein statt nur zu schauen. Deshalb kostet sie 122 €. Ein Thema kostet weniger als das ganze Feld.
Ja, und du bestimmst es. In deinem Auftragsbogen gibt es ein Feld für den Bereich, den ich auslassen soll. Ich halte das, ohne nachzufragen.
Weil ich im abnehmenden Mond arbeite, wenn draußen alles zurückgeht. Das ist die Phase zum Wegnehmen, und ich richte meine Arbeit danach aus statt nach dem Kalender. Es bedeutet, dass du vielleicht zwei Wochen wartest — und dass die Arbeit dann in der Zeit stattfindet, in der sie hingehört.
Immer. Sag mir einfach Bescheid, wenn du das möchtest, dann teilen wir es auf. Geld soll bei mir nie der Grund sein, warum eine Frau bleibt, wo sie ist.

Du musst mir nichts beweisen, dich nicht herrichten und deine Geschichte nicht ordentlich erzählen. Schreib mir in ein paar Sätzen, was dich festhält. Den Rest übernehme ich in einem Fenster, in dem du längst mit ganz anderen Dingen beschäftigt bist — und die erste Nacht danach erzählt dir den Rest.
Deinen Platz anfragenMeine Arbeit ersetzt keine ärztliche, heilkundliche oder psychotherapeutische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen, empfehle keine Medikamente und verspreche keine Heilung. Wenn du in Behandlung bist, setze nichts ab und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Alle Preise inkl. 19 % USt. · Melanie Gruber · Magie im Leben